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Musik

Musik im Bürgerkrieg


Mit einem kurzen aber eindringlichen Hornsignal, welches alle Musiker zusammenrufen soll,                                          
 beginnt der Tag des Bürgerkriegssoldaten und so beginnt sein Tag mit Musik, dem
„Musician-„ oder auch „First Call“.Den ganzen Tag wird der Soldat mit Musik zum Essen,
zu seinen Diensten, zur Wache, zur Kirche, zum Arzt und letztendlich auch in die Schlachtlinie dirigiert.
Horn, Trommel und Pfeife wechseln sich dabei ab oder ergänzen sich in vielfältiger Weise,
um dem Soldaten die Befehle des Kommandanten oder des Kommandeurs mitzuteilen
und in der Schlacht die Stimme der Befehlshaber durch den Kampfeslärm zu den Empfängern zu bringen.

Bei der Infanterie gab es 42 Hornsignale die das Lagerleben regelten und in der Schlacht die Truppen
dirigierten. Plänkler ließen sich so ohne großen Einsatz der Offiziersstimme durch das Gelände
dirigieren ohne dass die Befehle missverstanden werden konnten.Wie nach den Kirchturmglocken
in einer Stadt, konnten sich die Soldaten nach der Feldmusik richten, wenn sie zum Essen rief oder zum Drill.
Mit Marschmusik ging es in die Schlacht oder zur Parade, in den Gottesdienst oder in den Schlaf,
wenn die Musiker ihr Tattoo spielten. Abends am Lagerfeuer sangen die Soldaten ihre Lieder von
Liebe, Heimat, Wünschen und Sehnsüchten…

In einer Zeit, in der es weder Smartphones, mp3, CD’s oder Radios, geschweige denn das Fernsehgerät gab,
waren nicht nur Bücher, Handarbeiten und Gesellschaftsspiele populär sondern auch das Musizieren.
Es war im Militär damals durchaus üblich, abends am Lagerfeuer gemeinsam zu singen, zu musizieren,
Theaterstücke vorzuspielen, Gedichte zu zitieren, anderen ein Buch vorzulesen oder aus der Zeitung die
wichtigsten Neuigkeiten kund zu tun.In der Mitte des 19ten Jahrhunderts gab es Firmen wie Root and Cady,
oder A.E. Blackmor, die sich darauf spezialisierten, Noten (hauptsächlich für Klavier) und Texte von
berühmten Komponisten wie Dan Emmet oder Stephen Foster auf sogenannte Songcheets zu drucken und
zu veröffentlichen. Diese Lieder hatten mitunter den gleichen Charakter wie moderne Werbung oder
wirkten stimulierend wie die heutigen Medien und waren aus dem Leben der Menschen im 19ten Jahrhundert
nicht wegzudenken.

Musik war sehr populär im öffentlichen Leben des Amerikanischen Bürgerkrieges. Es gab keine politische
Veranstaltung ohne markige Marschmusik, kein Lagerfeuer im Feld an dem nicht mal gesungen wurde.
Vielfach verbinden wir heutzutage den Amerikanischen Bürgerkrieg mit eingängigen Liedern wie
Johnny comes marching home oder der Battlehymn of the Republic. Songs wie Dixie oder Yankee Doodle
sind heutzutage noch genauso oft zu hören wie zur damaligen Zeit und das nicht nur bei Veranstaltungen der Living History.

Nach anfänglicher Kriegsbegeisterung durch die Realität auf den Boden zurückgeholt wurden die patriotischen
Lieder immer seltener, und verschwanden im Laufe des Krieges fast ganz aus dem Repetoire der Soldaten. 
Songs wie Lorena, Tenting on the old camp ground, Just bevor the battle mother und Morgenrot waren beliebt
bei den Soldaten. Sie wollten nichts davon hören, dass es schön sei, für das Vaterland zu sterben, erst recht nicht,
wenn sie gegen ihren Willen und wegen eines ungerechten Wehrpflichtsystems in diesen Krieg hineingezogen worden waren.
Im blutigen Schlamm in den Gräben vor Vicksburg sang man sicher selten mit Pathos von wehenden Fahnen,
während der Tod in Form von Krankheit und Verwundung umging. Diese Lieder waren etwas für die Männer mit Zylindern
und die Frauen in teuren Brokatkleidern. Man benutzte jedoch die Melodien dieser Lieder um eigene Texte zu dichten,
oft Spottlieder auf die Offiziere oder die Politik, wie in Brass mounted army, What’s the matter oder The life on the Vicksburg bluff.
Kirchenlieder und Volkslieder wie The minstrel boy, Im Krug zum grünen Kranze, The mocking bird, oder Wait for the waggon
waren ebenso beliebt. Jeder kannte den Text und konnte mitsingen, wenn die Kameraden am Lagerfeuer mit Mundharmonika,
Banjo, Maultrommel oder Pfeife die Melodien dazu anstimmten.

Selten ist in den Augenzeugenberichten davon zu lesen, dass man gesungen hat. Nur wenn es zu außergewöhnlichen
Ereignissen kam fanden diese Einzug in die Berichte der Zeitzeugen. So gibt es Berichte über „Papa“ Willich,
der seinen deutschstämmigen Soldaten vom 32nd Indiana Volunteer Infantry Regiment auf dem Weg in die Schlacht
von Shilo befahl, die Arbeiter-Marseillaise zu singen oder man berichtet über einen Vorfall am Abend vor der Schlacht
am Stone’s River, an dem sich die Kapellen der gegenüberliegenden Armeen einen musikalischen „Wettstreit“ lieferten
und anschließend gemeinsam die liebliche Weise Home sweet home anstimmten.Manchmal kann man aber auch lesen,
dass aufgrund schwerer Strapazen während eines Marsches oder Gefechtes die Männer so erschöpft waren,
das am Abend keine Lieder erklangen, woraus man schließen kann, dass es sehr selten war, dass nicht gesungen wurde.
So wie wir heute manchmal das Radio anstellen um Zerstreuung zu finden, so stimmten die Soldaten damals ein Lied an,
um sich abzulenken von den widrigen Umständen um sie herum.

Wenige Ereignisse in der Geschichte haben so viele Lieder und Melodien hinterlassen, wie es der Amerikanische Bürgerkrieg
getan hat. So kann man als Re-enactor auf einen reichen und recht gut recherchierten Fundus an Liedtexten und Noten
zurückgreifen. Bands haben mit authentischen Instrumenten die Songs eingespielt und man kann mit Hilfe von CD’s
die Lieder recht einfach und angenehm erlernen. Neben den englischen Songs, die mitunter auch von den irischen
Einwanderern geprägt wurden, sind für uns auch die deutschen Lieder interessant. Nun ist es in der deutschen Geschichte
ja nicht so einfach mit Liedtexten. Das Deutschlandlied ist da das beste Beispiel. Alle drei Strophen können durchaus mal
auf einer Veranstaltung erklingen. Es ist aber aufgrund seines gewichtigen Textes eher ein Lied für eine politische
Veranstaltung im Rahmen der historischen Darstellung, wenn es darum geht, die Revolution von 1848/49 und die
Vereinigung Deutschlands hochleben zu lassen, oder die Deutschamerikaner dazu zu bewegen, nach dem Bürgerkriege
zurück zu kehren und erneut für die Ziele von 48 zu kämpfen. Aber es ist und bleibt gesungen mit dem Motiv
der historischen Darstellung, dessen muss man sich bewusst sein und das ist unser einziges Motiv, einige Lieder
zu singen, wie sie auch 72 Jahre später gesungen wurden, ihren Ursprung jedoch im 18ten oder 19ten Jahrhundert finden.
Lieder wie die Wacht am Rhein oder das Holstein-Lied gehören ebenso zu unserem Repertoire wie Es waren drei Gesellen
und Morgenrot, wie Wohlauf Kameraden und Der Gott der Eisen wachsen ließ.

Im Folgenden möchte ich noch ein paar Texte aufführen, die eine Mischung aus Patriotismus, Melancholie und Spott enthalten
und meiner Meinung nach einen guten Querschnitt durch die Lieder des Bürgerkrieges darstellen:

 

Melancholische und kritische Lieder:

Fordere Niemand, mein Schicksal zu hören

 Fordere niemand, mein Schicksal zu hören,
von Euch allen die ihr in Arbeit steht.
Jawohl, könnt ich Meister beschwören,
es wär‘ doch bis Morgen schon zu spät.

 

Auf der Wanderschaft lustigen Tagen
setzt‘ ich Kleider und Reisegeld zu.
Und so hab ich denn nun weiter nichts zu tragen
als mein Rock und mein Stock und die Schuh.

 

 Keine Hoffnung ist Wahrheit geworden,
selbst in Schlesien war alles besetzt.
Als ich reiste über Frankfurt nach Norden
ward ich stets von Gendarmen gehetzt.
Von Stettin aus nach Hause geschrieben,
ging ich dennoch Berlin erst noch zu.
Und so ist mir denn nun weiter nichts geblieben
als mein Rock und mein Stock und die Schuh.

 

 In der Heimat darf ich mich nicht zeigen,
denn dahin sind das Geld und der Rock.
Lasst mich meinen Namen verschweigen
denn sonst droht mir ein knotiger Stock.
Statt in Betten in Wäldern gebettet,
oh, ich hatte nur wenige Ruh.
Und so hab‘ ich in der Fremde nichts gerettet
als die Hosen und zerrissene Schuh.

 

Rogue's March

I left my home and I left my job
Went and joined the army
If I knew then what I know now
I wouldn't have been so barmy.

Chorus:
Poor old soldier, poor old soldier
If I knew then what I know now
I wouldn't have been so barmy.

 

Gave me a gun and a big red coat
Gave me lots of drilling
If I knew then what I know now
I wouldn't have took the shilling.
Chorus

 

Sent me off on a real old boat
By Christ she was no beauty
Far far across the sea we went
Afore to do my duty
Chorus

 

Fought the Russians, or was it the French
Really couldn't tell, sir
All I know is they fought so hard
They sent us all to hell, sir.
Chorus

When we got back home again
To desert was my intent, sir
I sold my cot and I sold my coat
And over the wall I went, sir.
Chorus

Went to a tavern and I got drunk
That is where they found me
Back to barracks in chains I was sent
And there they did impound me.
Chorus

 

Fifty I got for selling me coat
Fifty for me blankets
If ever I 'list for a soldier again
The devil shall be me sergeant.
Chorus

 

O wunderbares Glück

 

O wunderbares Glück, denk doch einmal zurück,
was hilft mir mein Studieren, viel Schulen absolvieren,
bin doch ein Sklav‘ ein Knecht, oh Himmel ist das Recht?

 

Vor diesem konnt' ich geh’n, soweit mein Aug‘ mocht' seh’n,
jetzt hat’s sich ganz verkehret, die Schildwacht mir verwehret,
den freien Lauf ins Feld, oh du verkehrte Welt.

 

Schildwache muss ich stehen, davon darf ich nicht gehen,
ja wenn die Runde käme und sie mich nicht vernähme,
so heißt es in Arrest. Geschlossen hart und fest.

 

 Des Morgens um halb vier, kommt der Unteroffizier.
Der tut uns kommandieren, vielleicht zum Exerzieren,
hab nicht geschlafen aus, muss doch zum Bett heraus.

 

Dann kommt der Herr Sergeant, befiehlet von der Hand,
polieret eure Taschen und wixet die Gamaschen, en Pallasch
blank poliert, dass man kein Fehler spürt.
Nun sieht uns der Offizier, und sagt uns mit Manier,
wirst du nicht deine Sachen in Zukunft besser machen,
so wird der Gassenlauf, unfehlbar folgen drauf.

 

 Drum Brüder habt Geduld, wer weiß, wer hat’s verschuld',
dass wir so exerzieren, mit steifen Knien marschieren,
in diesem Sklavenhaus, ach wär ich einmal raus.

 

Tenting on the old camp ground

 

We're tenting tonight on the old camp ground,
Give us a song to cheer
Our weary hearts, a song of home
And friends we love so dear.

 

 Chorus:
Many are the hearts that are weary tonight,
Wishing for the war to cease;
Many are the hearts looking for the right
To see the dawn of peace.
Tenting tonight, tenting tonight,
Tenting on the old camp ground.

 

 We've been tenting tonight on the old camp-ground,
Thinking of days gone by,
Of the loved ones at home that gave us the hand,
And the tear that said, "Good-bye!"
Chorus

 

 We are tired of war on the old camp ground,
Many are dead and gone,
Of the brave and true who've left their homes,
Others been wounded long.
Chorus

 

We've been fighting today on the old camp ground,
Many are lying near;
Some are dead, and some are dying,
Many are in tears.

 

 Final Chorus:
Many are the hearts that are weary tonight,
Wishing for the war to cease;
Many are the hearts looking for the right,
To see the dawn of peace.
Dying tonight, dying tonight,
Dying on the old camp ground.

 

 Morgenrot

 

 Morgenrot, Morgenrot                                              
leuchtest mir zum frühen Tod                                
/:Bald wird die Trompete blasen,                          
dann muß ich mein Leben lassen                      
ich und mancher Kamerad:/                                 

 

Kaum gedacht, kaum gedacht
wird der Lust ein End gemacht!
/:Gestern noch auf stolzen Rossen
heute durch die Brust geschossen
morgen in das kühle Grab!:/

 

 Ach wie bald, ach wie bald
schwindet Schönheit und Gestalt!
/:Strahlst du gleich mit deinen Wangen
die wie Milch und Purpur prangen
ach, die Rosen welken all!:/

Darum still, darum still
füg ich mich, wie Gott es will.
/:Nun, so will ich wacker streiten
und sollt ich den Tod erleiden
Stirbt ein braver Reitersmann!:/

 

 Darum Still, darum still,  
Wenn der Tag erstrahlen will,
/:Siegerkranz in hellem Scheine,
Manchne Lieb, bleibt dann alleine,
wenn der Abend niedersinkt.:/

 

The Army Bean

 

 There's a spot that the soldiers all love
It’s the cook tent the place that we mean,
And the dish that we like best to find there
Is the old-fashioned white army bean.

 

Chorus:
'Tis the bean that we mean
And we'll eat as we ne'er ate before;
The army bean, nice and clean
We will stick to our beans evermore

 

 Now the bean in its primitive state
Is a plant we have all often met;
And when cooked in the old army style,
It has charms we can never forget.
Chorus

 

 Now the German is fond of sauerkraut
And the potato is loved by the Mick;
But the soldiers have long since found out
That through life to our beans we should stick.
Chorus

 

Patriotische und anfeuernde Lieder:

 

Das Bürgerlied

 

 Ob wir rote, gelbe Kragen,
Helme oder Hüte tragen,
Stiefel tragen oder Schuh;
Oder ob wir Röcke nähen
Und zu Schuhen Drähte drehen,
Das tut, das tut nichts dazu.

 

 Ob wir können präsidieren,
Oder müssen Akten schmieren
Ohne Rast und ohne Ruh;
Ob wir just Collegia lesen,
oder aber binden Besen,
Das tut, das tut nichts dazu

 

 Ob wir stolz zu Rosse reiten,
Oder ob zu Fuß wir schreiten
Fürbass unserm Ziele zu;
Ob uns Kreuze vorne schmücken,
Oder Kreuze hinten drücken,
Das tut, das tut nichts dazu

 

 Aber ob wir Neues bauen,
Oder Altes nur verdauen,
Wie das Gras verdaut die Kuh;
Ob wir in der Welt was schaffen,
Oder nur die Welt begaffen,
Das tut, das tut was dazu.

 

Ob wir rüstig und geschäftig,
Wo es gilt zu wirken kräftig,
Immer tapfer greifen zu;
Oder ob wir schläfrig denken
"Gott wird's wohl im Schlafe schenken",
Das tut, das tut was dazu!

Drum, ihr Bürger, drum, ihr Brüder,
Alle eines Bundes Glieder-.
Was auch jeder von uns tu!
Alle, die dies Lied gesungen,
So die Alten, wie die jungen,
Tun wir, tun wir denn dazu!

 

Union Dixie

 

 Away down South in the land of traitors,
Rattlesnakes and alligators,
Right away, come away, right away, come away.
Where cotton's king and men are chattels,
Union boys will win the battles,
Right away, come away, right away, come away.

 

 Chorus:
Then we'll all go down to Dixie,
Away, away,
Each Dixie boy must understand,
That he must mind his Uncle Sam,
Away, away,
And we'll all go down to Dixie.
Away, away,
And we'll all go down to Dixie.

 

I wish I was in Baltimore,
I'd make Secession traitors roar,
Right away, come away, right away, come away.
We'll put the traitors all to rout,
I'll bet my boots we'll whip them out,
Right away, come away, right away, come away.
Chorus:

 

Oh, may our Stars and Stripes still wave
Forever o'er the free and brave,
Right away, come away, right away, come away.
And let our motto ever be -
"For Union and for Liberty!"
Right away, come away, right away, come away.
Chorus

 

Das Lied der Division Blenker

 

 Wir sind Deutsche und wir kämpfen
für die Freiheit der Union
Fest im Glauben an die Einheit
sowie 48 schon,
Yankee Doodle auf den Lippen
ist Gerechtigkeit der Lohn
Für das Banner der Union!

 

Chorus:
Auf, für Lincoln und die Freiheit!
Auf, für Lincoln und die Freiheit!
Auf, für Lincoln und die Freiheit!
Für das Banner der Union!

 

Ob mit Blenker oder Sigel,
unserer Fahne ist es gleich,
wir marschieren in den Süden,
stürzen der Tyrannenreich.
Kommt der Feind mit großer Tücke,
und versetzt uns einen Streich,
unsre Fahne niemals weicht!
Chorus:

 

Kämpften wir einst gegen Fürsten
und feudale Tyrannei,
stehen wir jetzt gegen Feinde,
deren Krieg das Land entzweit.
Den Rebellen dünken Ziele,
die den unsren einerlei,
darum tönt das Feldgeschrei!
Chorus:

 

Seht die langen blauen Reihen,
hört die Trommeln schlagen an!
Wir marschieren in den Süden
und es weiß ein Jedermann:
das der Feind nicht siegen kann!
Chorus:

 

Johnny comes marching home

 

 When Johnny Comes Marching Home Again,
Hurrah! Hurrah!
We'll give him a hearty welcome then
Hurrah! Hurrah!
The men will cheer and the boys will shout
The ladies they will all turn out
And we'll all feel gay,
When Johnny comes marching home.

 

 The old church bell will peal with joy
Hurrah! Hurrah!
To welcome home our darling boy
Hurrah! Hurrah!
The village lads and lassies say
With roses they will strew the way,
And we'll all feel gay
When Johnny comes marching home.

 

 Get ready for the Jubilee,
Hurrah! Hurrah!
We'll give the hero three times three,
Hurrah! Hurrah!
The laurel wreath is ready now
To place upon his loyal brow
And we'll all feel gay
When Johnny comes marching home

 

 Arbeitermarseille

 

Frisch auf zur Weise von Marseille,
Frisch auf ein Lied mit hellem Ton!
Singt es hinaus als die Reveille der neuen Revolution!
Der neuen Revolution!
Der neuen, die mit Schwert und Lanze
Die letzte Fessel bald zerbricht
Der alten, halben singt es nicht!
Uns gilt die neue nur, die ganze!
Die neue Rebellion! Die ganze Rebellion!
Marsch! Marsch! Marsch! Marsch!
Marsch - waer's zum Tod!
Und unsre Fahn' ist rot!

 

 Der Sommer reift des Frühlings Saaten,
Drum folgt der Juni auf den März.
O Juni, komm und bring uns Taten!
Nach frischen Taten lechzt das Herz!
Laß' deine Wolken schwarz sich ballen,
Bring uns Gewitter, Schlag auf Schlag!
Laß' in die ungesühnte Schmach
Der Rache Donnerkeile fallen!
Die neue Rebellion! Die ganze Rebellion!
Marsch! Marsch! Marsch! Marsch!
Marsch - waer's zum Tod!
Und unsre Fahn' ist rot!

 

Battlecry of Freedom

 

 Yes, we'll rally round the flag, boys, we'll rally once again,
Shouting the battle-cry of Freedom;
We will rally from the hillside, we'll gather from the plain,
Shouting the battle-cry of Freedom.

 

 Chorus:
The Union forever, hurrah, boys, hurrah!
Down with the traitor and up with the star;
While we rally round the flag, boys, rally once again,
Shouting the battle-cry of Freedom.

 

 We are springing to the call of our brothers gone before,
Shouting the battle-cry of Freedom;
And we'll fill the vacant ranks with a million freemen more,
Shouting the battle-cry of Freedom.
Chorus

 

We will welcome to our numbers the loyal,
true and brave, Shouting the battle-cry of Freedom;
And altho' they may be poor, not a man shall be a slave,
Shouting the battle-cry of Freedom.
Chorus

 

 So we're springing to the call from the East and from the West,
Shouting the battle-cry of Freedom;
And we'll hurl the rebel crew from the land we love the best,
Shouting the battle-cry of Freedom.
Chorus

 

Volkslieder und vergnügliche Songs:

 

 Im Krug zum grünen Kranze

 

Im Krug zum grünen Kranze,
Da kehrt ich durstig ein;
Da saß ein Wandrer drinnen, drinnen
Am Tisch beim kühlen Wein.

 

Ein Glas ward eingegossen,
Das wurde nimmer lehr!
Sein Haupt ruht auf dem Bündel, Bündel,
Als wär’s ihm viel zu schwer.

 

Ich tät mich zu ihm setzen,
Ich sah ihm ins Gesicht,
Das schien mir gar befreundet, befreundet
Und dennoch kannt' ich's nicht.

 

Da sah auch mir ins Auge
Der fremde Wandersmann
Und füllte meinen Becher, Becher
Und sah mich wieder an.

 

Hei! wie die Becher klangen,
Wie brannte Hand in Hand,
"Es lebe die Liebste deine,  ja deine,
Herzbruder im Vaterland!"

 

Es, es, es und es

 

Es, es, es und es,
Es ist ein harter Schluss,
Weil, weil, weil und weil,
Weil ich aus Frankfurt muss!
Drum schlag ich Frankfurt aus dem Sinn
Und wende mich Gott weiß wohin.
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.

 

|: Er, er, er und er,
Herr Meister, leb er wohl! :|
Ich sag's ihm grad frei ins Gesicht,
Seine Arbeit, die gefällt mir nicht.
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.

 

|: Sie, sie, sie und sie,
Frau Meistrin leb sie wohl ! :|
Ich sag's ihr grad frei ins Gesicht,
Ihr Speck und Kraut, das schmeckt mir nicht
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.

|: Er, er, er und er,
Herr Wirt, nun leb er wohl! :|
Hätt er die Kreid' nicht doppelt geschrieben,
Wär ich noch länger dageblieben
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.

 

|: Ihr, ihr, ihr und ihr,
Ihr Jungfern lebet wohl! :|
Ich wünsch' euch all'n zu guter Letzt,
Einen andern, der mein' Stell’ ersetzt.
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.

 

|: Ihr, ihr, ihr und ihr,
Ihr Brüder lebet wohl! :|
Hab ich euch was zuleid getan
So bitt' ich um Verzeihung an.
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.

 

 Und, und, und und und,
Und ward zu guter Letzt,
Auch, auch, auch und auch
Ein Hund auf mich gehetzt.
Dem Kerl setz' ich auf den Türenknauf
Des Nachts was Warmes, Weiches drauf.
Ich will mein Glück probieren,
Marschieren.

 

Goober Peas

 

 Sitting by the roadside on a summer day,
Chatting with my messmates, passing time away,
Lying in the shadow underneath the trees,
Goodness, how delicious, eating Goober Peas!

 

Chorus:
Peas! peas! peas! peas! eating Goober Peas!
Goodness how delicious, eating Goober Peas!

 

 When a horseman passes, the soldiers have a rule,
To cry out at their loudest, "Mister, here's your mule!"
But another pleasure enchantinger than these,
Is wearing out your grinders, eating Goober Peas!
Chorus

 

 Just before the battle the Gen'ral hears a row,
He says, "The Yanks are coming, I hear their rifles now."
He turns around in wonder, and what do you think he sees?
The Georgia Militia - eating Goober Peas!
Chorus

 

 I think my song has lasted almost long enough,
The subject's interesting, but rhymes are mighty rough,
I wish this war was over, when free from rags and fleas,
We'd kiss our wives and sweethearts and gobble Goober Peas!
Chorus

 

 Wait for the Wagon

 

Will you come with me, my Phyllis dear,
To yon blue mountain free?
Where the blossoms smell the sweetest,
Come rove along with me.
It's every Sunday morning,
When I am by your side,
We'll jump into the wagon
And all take a ride.

 

Chorus:

 

Wait for the wagon, wait for the wagon,
Wait for the wagon, and we'll all take a ride.

 

 Where the river runs like silver
And the birds they sing so sweet,
I have a cabin, Phyllis dear,
And something good to eat;
Come listen to my story

 

It will relieve my heart;
So jump into the wagon,
And off we will start.
Chorus:

 

 Do you believe, my Phyllis, dear,
Old Mike, with all his wealth,
Can make you half so happy
As I, with youth and health?
We'll have a little farm,
A horse, a pig and cow;
And you will mind the dairy,
While I do guide the plough.
Chorus:

 

 Your lips are red as poppies,
your hair so slick and neat,
all braided up with dahlias,
and hollyhocks so sweet.
It's ev'ry sunday morning,
when I am by your side,
we'll jump into the wagon,
and all take a ride.
Chorus:

 

 Together, on life's journey,
we'll travel till we stop,
and if we have no trouble,
we'll reach the happy top;
then come with me, sweet Phyllis,
my dear, my lovely bride,
we'll jump into the wagon,
and all take a ride.

 

Soldier, will you marry me?

 

 Oh soldier, soldier will you marry me now
with a hey with a ho with a sound of a drum
oh no fair maid I cannot marry you
because I have no hat to put on
so she ran to the shop
as quick as she could run
with a hey with a ho with a sound of a drum
and she bought him a hat of the very very best
saying "here my man will you put this on?"

 

Oh soldier, soldier will you marry me now
with a hey with a ho with a sound of a drum
oh no fair maid I cannot marry you
because I have no shirt to put on
so she ran to the shop
as quick as she could run
with a hey with a ho with a sound of a drum
and she bought him a shirt of the very very best
saying "here my man will you put this on?"

 

 Oh soldier, soldier will you marry me now
with a hey with a ho with a sound of a drum
oh no fair maid I cannot marry you
because I have no socks to put on
so she ran to the shop
as quick as she could run
with a hey with a ho with a sound of a drum
and she bought him socks of the very very best
saying "here my man will you put this on?"

 

Oh soldier, soldier will you marry me now
with a hey with a ho with a sound of a drum
oh no fair maid I cannot marry you
because I have no boots to put on
so she ran to the shop
as quick as she could run
with a hey with a ho with a sound of a drum
and she bought him boots of the very very best
saying "here my man will you put this on?"

 

 Oh soldier, soldier will you marry me now
with a hey with a ho with a sound of a drum
oh no fair maid I cannot marry you
because I have me own wife at home

 

...

 

Und zu guter Letzt, aus eigener Feder:

 

Das Lied der German Mess

 

 Seht da steht der Leutnant Hecker,
Eine Delle in sei`m Hut.
Seht da steht der Leutnant Hecker,
Lechzend nach Rebellenblut!
Tut Euch schnell zusammenraffen,
nehmt euch Tornister, Fahnen, Waffen,
und schon fallen alle ein!
Seit an Seit in seine Reih`n!

Auf in's Feld wohl über Wiesen,
über Stock und über Stein!
Vorwärts stürmt die blaue Linie,
und wir hauen tapfer drein!
Nur der Kolben, blanker Stahl
lässt den Rebellen keine Wahl!
Und der Lee kann nur zurück!
Hecker siegt so Stück für Stück!!

Die deutsche Mess wird avancieren,
Hecker ist ihr Offizier!
Kein Rebell kann ihn blessieren,
weil vor ihm da stehen wir!
Und wie '48 schon
leuchtet uns der Freiheit Lohn!
So beenden wir den Krieg,
Hecker führt uns wohl zum Sieg!!